
Zusammenfassung:
Am 29. November stimmt das Schweizer Stimmvolk über ein Verbot von Minaretten ab
Vorne Minarette, dahinter geht es um Angst
Von Petra Mühlhäuser / Kipa
Zürich, 10.11.09 (Kipa) Seit Wochen tobt der Abstimmungskampf: In der Schweiz entscheidet das Stimmvolk am 29. November, ob Minarette verboten werden sollen. Die Befürworter eines Verbots sehen sie als Zeichen für eine Islamisierung der Schweiz, als Symbol für einen angeblichen Machtanspruch, dem bald Muezzine und die Scharia folgen würden. Ihre Provokationen reichen von Burka-Plakaten bis zu einem Internetspiel, in dem man auf Muezzine zielt. Die Gegner pochen auf die Religionsfreiheit und rufen zum Dialog auf.
Worum geht es? Ein Volksbegehren aus rechtsbürgerlichen Kreisen will den Bau von Minaretten in der Schweiz verbieten und dies in der Bundesverfassung verankern. Bisher können die Gebetstürme über das Baubewilligungsverfahren zugelassen werden. Sie generell zu verbieten, würde die Religionsfreiheit tangieren, warnen Gegner der Initiative, ausserdem das Diskriminierungsverbot, und dies sind Menschenrechte, die von der Verfassung und internationalen Abkommen garantiert werden. Für den Fall eines
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