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Papst: Jesus steht im Zentrum der Geschichte   

Rom, 24.11.13 (Kipa) Im Zentrum des christlichen Glaubens steht nach den Worten von Papst Franziskus nicht eine abstrakte Lehre, sondern die Person Jesus Christus. Dieser sei Zentrum der Schöpfung sowie der «Geschichte der Menschheit und jedes Menschen», sagte der Papst am Sonntag während einer Messe auf dem Petersplatz.

Die Geburtsgrotte in Bethlehem (Bild: Andrea Krogmann, 2010)
Das Reliquiar mit den mutmasslichen Knochenresten des Apostels Petrus am 24. November 2013 - im Hintergrund Papst Franziskus (Bild: Armin Schwibach, Twitter)Statue des Apostels Petrus im Petersdom (Bild: Oliver Sittel, 2013)
Die Geburtsgrotte in Bethlehem (Bild: Andrea Krogmann, 2010)

Wenn Jesus im Mittelpunkt stehe, «erhellen sich auch die dunkelsten Augenblicke unserer Existenz», so Franziskus. Sobald Jesus jedoch an den Rand gedrängt und durch «etwas Anderes» ersetzt werde, schade dies den Menschen und ihrer Umwelt, warnte der Papst vor 60.000 Menschen auf dem Petersplatz.

Zugleich hob er hervor, dass Jesus niemand verurteile. «Jesus verkündet nur das Wort von der Vergebung, nicht das von der Verurteilung». Wenn der Mensch den Mut aufbringe, diese Vergebung anzunehmen, lasse ihn Gott nie mehr fallen, erläuterte Franziskus.

Anlass des Gottesdienstes war der Abschluss des «Jahr des Glaubens» in der katholischen Kirche, das am 11. Oktober 2012 von Benedikt XVI. eröffnet worden war. Die katholische Kirche beging am Sonntag das Christkönigsfest.

Vor der Messe waren erstmals die im Vatikan aufbewahrten Reliquien des Apostels Petrus öffentlich gezeigt worden. Nach der Predigt nahm Franziskus die bronzefarbene Kassette mit den mutmasslichen Knochenresten des Apostels für einige Momente in den Arm. Zudem wurde auf dem Petersplatz vor dem Gottesdienst mit einer Kollekte Geld für die Taifun-Opfer auf den Philippinen gesammelt.

»Weitsichtige Initiative» von Papst Benedikt XVI.

Der Papst dankte in seiner Predigt zudem seinem Vorgänger Benedikt XVI., der das «Jahr des Glaubens» ausgerufen hatte. Mit dieser «weitsichtigen Initiative» habe Benedikt XVI. die Möglichkeit geschaffen, die «Schönheit des Glaubenswegs» wiederzuentdecken, so der Papst. Das am 11. Oktober 2012 eröffnete «Jahr des Glaubens» sollte die Wiederbelebung des christlichen Glaubens fördern und einer fortschreitenden Entkirchlichung entgegenwirken. Zugleich wollte Benedikt XVI. mit dieser Initiative an das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) erinnern, das am 11. Oktober 1962 eröffnet wurde. Die Bischofsversammlung gilt als eines der wichtigsten Ereignisse in der Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Neues päpstliches Schreiben

Am Ende des Gottesdienstes überreichte Franziskus 36 Repräsentanten aus 18 Ländern sowie anderen ausgewählten Personen, die stellvertretend für eine Gruppe oder einen Teil der Kirche stehen, jeweils ein Exemplar seines päpstlichen Schreibens zum «Jahr des Glaubens». Der Inhalt des Dokuments mit dem Titel " Evangelii gaudium» (Die Freude des Evangeliums) ist bislang nicht veröffentlicht worden. Das Schreiben, offiziell «Apostolische Exhortation» genannt, soll am Dienstag im Vatikan vorgestellt werden. (kipa/cic/job)


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