Logo kipa-apic.chkipa-apic
Zürich (Schweiz)
[wortmarkeKipa]
[wortmarkeApic]
Meistgelesen

Video: Kipa in 3 Minuten
Leserreaktionen
 

Bistum Chur: Personalpfarreien für ausserordentlichen Ritus   

Chur, 27.2.12 (Kipa) Das Bistum Chur erhält zwei Personalpfarreien für katholische Gläubige, die den Gottesdienst nach dem alten tridentinischen Ritus feiern. Dies teilt der Beauftragte für Medien und Kommunikation des Bistums, Giuseppe Gracia, am Montag mit. Die beiden Personalpfarreien Maria Immaculata in Oberarth SZ für Gläubige aus der Urschweiz und Heiliger Maximilian Kolbe in Thalwil ZH für Gläubige aus dem Kanton Zürich wurden per 22. Februar von Diözesanbischof Vitus Huonder eingerichtet.

In der Pfarrkirche St. Josef in Zürich finden regelmässig tridentinische Messen statt. (Bild: Barbara Ludwig)
In der Pfarrkirche St. Josef in Zürich finden regelmässig tridentinische Messen statt. (Bild: Barbara Ludwig)

Huonder stützt sich bei seinem Entscheid auf das Motu proprio «Summorum Pontificum» von Papst Benedikt XVI. von 2007. Damit hat der Papst die Feier von Gottesdiensten im vorkonziliaren Ritus erleichtert.

Mit der Einrichtung der Personalpfarreien soll ein «kirchenrechtlich ungeklärtes Dauerprovisorium» ein Ende nehmen, schreibt der Bischof in einem Brief an die Seelsorger des Bistums. Denn in beiden Regionen bestünden seit Jahrzehnten «lebendige Zentren für die Seelsorge in der ausserordentlichen Form des römischen Ritus». Dort werde Seelsorge in einem Umfang betrieben, der demjenigen vieler Pfarreien der Diözese Chur entspreche, so der Bischof.

Pastorale Bedürfnisse im Vordergrund

Huonder betont in seinem Schreiben, er habe Gespräche sowohl mit dem Priesterrat als auch mit dem Bischofsrat geführt. Einige Einwände gegen die Errichtung von Personalpfarreien könne er gut verstehen, so etwa «die Angst, eine `Kirche in der Kirche` zu begünstigen, ja etwas zu zementieren, was die Einheit gefährde».

Er vertraue jedoch auf die «einende Kraft des gemeinsamen Glaubens unserer Universalkirche», schreibt Huonder. Die Vorbehalte seien zwar verständlich, «wiegen aber nicht so schwer wie die pastoralen Bedürfnisse all jener Menschen, die schon lange in einem Provisorium leben und einen Teil unserer Diözese ausmachen».

Personalpfarreien sind keinem bestimmten Gebiet zugeordnet. In der Schweiz kennt man sie im Bereich der Anderssprachigenseelsorge. So sind zum Beispiel Italiener- und Spaniermissionen in der Deutschschweiz als Personalpfarreien organisiert.

(kipa/com/arch/bal/gs)


kipa@kipa-apic.ch Kipa © 2001–2014 Apic apic@kipa-apic.ch
Katholische Internationale Presseagentur
Die Rechte sämtlicher Texte sind bei Kipa/Apic. Jede Weiterverbreitung der Texte ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.
Agence de presse internationale catholique
Les droits de l'ensemble des textes sont déposés à l’agence Apic/Kipa. Toute diffusion de texte est payante. L’enregistrement sur d’autres bases de données est interdite.
mobile Version: http://m.kipa-apic.ch
Facebook  Twitter